Mit Clemens Brentano und Rainer Maria Rilke werden in diesem Projekt zwei durchaus unterschiedliche Dichter zusammengebracht, deren Unterschiedlichkeit jedoch gewissermaßen produktiv genutzt werden soll: jedem der beiden Dichter wird als musikalischer Wegbegleiter ein Komponist an die Seite gestellt – und so werden mit Max Geyer und Wolfgang Völkl auch zwei durchaus unterschiedliche Komponisten zusammengebracht.

Um die Homogenität des Ganzen zu wahren, bilden Themenbezüge einen inhaltlichen Rahmen: die Sphären “Liebe” und “Natur” sowie ein durch metaphorische Verbindungen geschaffener Überschneidungsbereich dieser beiden Sphären sollen durch jeweils zwei Gedichte, je eins von Rilke und eins von Brentano, illustriert werden. Dadurch, und durch Gedankenaustausch der beiden Komponisten während des kreativen Prozesses, wird der Sammlung grundverschiedenster Gedichte Zusammenhang, Einheitlichkeit und zyklische Form verliehen.

Noch befindet sich alles in der Schaffens- und Planungsphase, Details über die Besetzung stehen noch nicht fest. Im Zentrum steht als Träger des Wortes ein gemischter Chor, aber begleitende Instrumente oder deren Abwesenheit sind noch Gegenstand von Überlegung.

Wenn das Ganze fertig ist, soll ein Projektchor dafür gegründet werden, und der Zyklus zur Aufführung kommen und/oder auf Tonträger gebannt werden. Wir werden berichten.

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